Baumeister & Baumeister

 

Ritter, Burgen und Gelage  ... das gar nicht so finstere Mittelalter


Sagenhaftes Mittelalter. Wie die Trierer ihre Geschichte erfanden (Vortrag/Führung)

Trier hat einen reichen Schatz an Sagen, Mythen und Legenden, die sich um seine Gebäude und Personen ranken: Die Stadt wurde von einem Babylonier gegründet, die ersten Bischöfe hat Petrus noch persönlich ausgesandt und ihre Feinde überlisteten die Treverer mit einem trojanischen Weinfass. Urheber dieser Geschichten waren pfiffige Mönche und hintersinnige Bürger, die damit ganz weltliche Ziele verfolgten. Wir bringen Licht in das Dunkel der Geschichte(n).

Architektur & Macht. Der Trierer Hauptmarkt im Kampf zwischen Kurfürsten und Bürgern (Vortrag/Führung/Kunst im Detail betrachtet/Mittelalter-Wein-Tour: „Niemand soll sich im Stadthaus beweinen“)

Der geharnischte Steipen-Riese steht für den Kampf von Bürgerschaft und Bischof: Kampfbereit schaut er gen Dom. Doch zu Waffen griffen sie nicht: es geht um höchste Türme, Deutungen der Trebeta-Sage, unzüchtiges Verhalten, die Universitätsgründung und die Frage warum die Bürger versuchten das Marktkreuz zu stehlen? Zum Abschluss erfahren wir, wie Albrecht Alkibiades von Brandenburg die Trierer Ratsherren erschreckte.

Von Minnesängern, Burgfräuleins und renitenten Rittern. Mittelalterliche Wohntürme (Führung)

Ministeriales – so wurden der Stadtadel genannt; Von einfachen Rittern und Schreiberlingen der Klöster und Bischöfe stiegen sie zur Elite Triers auf. Die mächtigsten Familien residierten in den alten Römerbauten. Ihre Cousins und "Kinder zur linken Hand" bauten sich mächtige Wohntürme und imitierten so Architektur und Lebensart ihrer reichen Vettern. Hiervon zeugen Bauten wie Frankenturm, Dreikönigenhaus und Turm Jerusalem.

Früher war mehr Lametta. Trierer Schatzkunst (Führung) -> Link: Marx' Lehrer Johann Hugo Wyttenbach und die Rettung der Trierer Bücherschätze (Führung)

Ein Kindheitstraum: Sich einmal fühlen wie Dagobert Duck in seinem Geldspeicher. Die Trierer Schatzkammern sind zum Bersten gefüllt mit Kostbarkeiten: Reliquiare dekoriert mit Gold und Edelsteinen, Bücher geschrieben mit purpurner und goldener Tinte. Highlights sind das Gozbert-Rauchfass, die Barockgloben und der zum Unesco-Weltkulturerbe geadelte Codex Egberti.

Bettelmönch und Panschskandal. Die Weinkultur des Mittelalters (Vortrag/Weinprobe)

War das Mittelalter finster? In Trier doch nicht! Selbst innerhalb der Stadtmauern gab es Weinberge und in den Tavernen floss der Wein in Strömen. Doch was haben die Menschen damals eigentlich gegessen und getrunken, wer trank Wein und wie stark war er? Tauchen wir ein in eine fremde Welt, in der es noch Berufe wie Ungeldeinzieher oder Weinschreier gab, Gastwirte Wein mit Bleiacetat versetzten und Winzer Rebschädlinge mit Gebeten bekämpften. Wir besichtigen u.a. ein Schrötermaul, einen mittelalterlichen Weinkeller und ein vermeintliches Vinodukt, also eine Pipeline für Weine.

Zusätzliche Angebote zum Mittelalter

• Kernlasuppelin und Pfaffensnitze. Die Esskultur des Mittelalters (Vortrag) -> Link: Backvortrag Pasteten
• Brautouren (Exkursion) [1. Caspary, 2. Palaststraße]
• Historismus: Mittelalter für alle (Führung) (Architektur & Stadtbaukunst im „Langen 19. Jahrhundert“) -> Link: Kunst im Detail Fassaden